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Ziele und Vorgehensweise der Mobilitätsbefragung

Der Kreis Recklinghausen hat das Planungsbüro Planersocietät aus Dortmund im Rahmen der Erstellung des Masterplans Mobilität 2050 mit der Mobilitätsbefragung im Kreis Recklinghausen beauftragt. Damit sollen Zahlen zum alltäglichen Mobilitätsverhalten ermittelt werden, die u. a. folgende Fragestellungen beantworten: Welches Verkehrsmittel wurde genutzt? Welchen Zweck und welches Ziel hatte der Weg? Wie werden die Verkehrssysteme bewertet? In der Untersuchung sollen alle Wege – ob per Bus und Bahn oder im eigenen Pkw, mit dem Fahrrad oder zu Fuß – angegeben werden. Die Befragten können sich außerdem etwa dazu äußern, wie sie das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs oder die Radverkehrsbedingungen bewerten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Anregungen und Vorschläge an die Verkehrsplanung zu formulieren.

Die Ergebnisse der Mobilitätsbefragung sowie die Verbesserungsvorschläge fließen direkt in den Erarbeitungsprozess des Masterplans Mobilität 2050 für den Kreis Recklinghausen ein. Dieser strategische Plan wird derzeit parallel erarbeitet und beinhaltet die Leitlinien für die Verkehrsentwicklung im Kreis Recklinghausen für die nächsten Jahre. Dabei sollen die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger und Bürgerinnen genauso einbezogen werden wie die Weiterentwicklung der Verkehrssysteme unter Berücksichtigung der Umwelt- und Klimaschutzziele.

Vorgehen

Im ersten Schritt wurden insgesamt rund 8.000 Haushalte im Kreis Recklinghausen zufällig ausgewählt und im April und Mai 2022 zur Teilnahme an der Mobilitätsbefragung eingeladen. Die Teilnahme war freiwillig und anonym. Eine Teilnahme war nur den Haushalten möglich, die zuvor postalisch die Befragungsunterlagen erhalten haben, wodurch die Repräsentativität der Ergebnisse der Mobilitätsbefragung gewährleistet wird.
 
Im zweiten Schritt - der Erhebungsphase - wurde die Befragung durchgeführt. Die teilnehmenden Haushalte notierten an einem vorgegebenen Berichtstag alle Wege, die sie an diesem Tag zurücklegen, in einem Wegeprotokoll. Der vorgegebene Berichtstag wurde den Haushalten im Anschreiben mitgeteilt. Bei dem Berichtstag handelt es sich um einen Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag, damit das Mobilitätsverhalten der Kreisbevölkerung in den Auswertungen unbeeinflusst von den Wochenendverkehren abgebildet werden kann. Zusätzlich zum Wegeprotokoll beantworteten die teilnehmenden Haushalte die Fragebögen. Mit dem Versand der ausgefüllten Unterlagen oder dem Abschluss der Online-Befragung oder des Telefon-Interviews war die Mobilitätsbefragung für die teilnehmenden Haushalte abgeschlossen.
 
Im dritten Schritt werden die eingegangenen Antworten nun aufbereitet und ausgewertet. Die Ergebnisse fließen anschließend in den Erarbeitungsprozess des Masterplans Mobilität 2050 für den Kreis Recklinghausen ein.
 

Inhalte und Wege der Befragung

In der Befragung wurden Fragen zum Haushalt, zur Person und zum Mobilitätsverhalten an einem bestimmten Berichtstag gestellt. Sie besteht aus drei Teilen:
 
  • Im Haushaltsfragebogen wurden allgemeine Fragen zur Verfügbarkeit von Verkehrsmitteln und über die Haushaltszusammensetzung gestellt.
  • Der Personenfragebogen beschäftigte sich mit den Mobilitätsvoraussetzungen, der Verkehrsmittelnutzung und der Bewertung der verschiedenen Verkehrssysteme. Dieser sollte von allen Haushaltsmitgliedern ausgefüllt werden, die mindestens sechs Jahre alt sind. Jede Person füllte dabei einen eigenen Bogen aus.
  • Im Wegeprotokoll sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für einen vorgegebenen Berichtstag ihre durchgeführten Wege dokumentieren, inklusive u. a. der zurückgelegten Entfernung, der genutzten Verkehrsmittel und dem Zweck des Weges. Jede Person im Haushalt, die sechs Jahre oder älter ist, sollte dazu Angaben in einem eigenen Wegeprotokoll machen. Das Wegeprotokollte soll auch ausgefüllt werden, wenn man am Berichtstag nicht außer Haus war.

Verschiedene Befragungswege

Es gab drei verschiedene Möglichkeiten, an der Befragung teilzunehmen: online, schriftlich-postalisch oder telefonisch. In jedem Fall erhalten die ausgewählten Haushalte zunächst postalisch ein Anschreiben.
  • Bei der schriftlichen Befragung wurden die Befragungsunterlagen per Post versendet. Die teilnehmenden Haushalte füllten die Fragebögen aus und schickten die Unterlagen in dem beiliegenden Rückumschlag kostenlos zurück.
  • Die Teilnahme an der Online-Befragung wurde über den mitgeteilten Zugangscode, der ebenfalls per Post übermittelt wurde, ermöglicht. Dabei mussten nicht alle Fragen auf einmal beantwortet werden; die Befragung konnte pausiert und zu einem späteren Zeitpunkt weiterbearbeitet werden.
In dem persönlichen Anschreiben wurde den ausgewählten Haushalten vorgeschlagen, dass sie entweder schriftlich oder online an der Befragung teilnehmen. Sie konnten jedoch auch je nach Präferenz die jeweils andere Teilnahmeform nutzen. Oder die Teilnehmenden bitten um eine telefonische Befragung.

Bei der telefonischen Befragung wurden die Teilnehmenden einen Tag bis zwei Tage nach dem Stichtag von einer geschulten Person der Firma O-TON aus Dortmund angerufen und konnten die Fragen am Telefon beantworten. Hierzu kann ebenfalls ein Wunschtermin für ein Interview unter der Telefonnummer 0231 / 70013929 vereinbart werden.

Datenschutz

Alle persönlichen Daten werden für die Auswertung codiert und anonymisiert gespeichert – also ohne den Namen und auch ohne Adressangaben. Die anonymisierten Daten werden mit Hilfe eines Computerprogramms (Statistiksoftware) ausgewertet, die Ergebnisse werden in Gruppen zusammengefasst. Dadurch kann niemand erkennen, von welcher Person bzw. welchem Haushalt die Angaben gemacht worden sind. Kategorien, in denen weniger als sieben Einzelfälle zusammengefasst würden, werden aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht gebildet.

Die gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz werden streng eingehalten. Weitere Informationen haben wir für Sie in den Erläuterungen zum Datenschutz zum Download zusammengestellt.

Nach Abschluss der Mobilitätsbefragung werden die abgegebenen Antworten ausgewertet. Die ersten Ergebnisse werden voraussichtlich im Spätsommer 2022 vorliegen. Die Ergebnisse erhalten unter anderem Einzug in den Masterplan Mobilität 2050 für den Kreis Recklinghausen, der sich aktuell in Bearbeitung befindet.